Die Geschichte unseres Vereins
von W.-D. Roloff, entnommen aus der Festschrift "100 Jahre Eintracht
Mahlsdorf",
überarbeitet und aktualisiert von
D. Kukuk
- Teil 2 -
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Als
sich dann 1912 aus den Turnern heraus eine eigenständige
Fußballabteilung bildete, hatte sie außer dem guten Willen der
Mitglieder wohl auch nur wenig mehr an technischen Möglichkeiten zu
bieten. Das als Sportplatz benutzte unbebaute Grundstück an der heutigen
Hönower Straße/Ecke Treskowstraße entsprach in keiner Weise den
Anforderungen eines Übungs-, geschweige denn eines Wettkampfplatzes, und
an einen regulären Wettkampfbetrieb war gewiss auch noch nicht zu
denken. Aber es wurde Fußball gespielt. Allerdings auch nicht sehr
lange, denn der 1. Weltkrieg rief die meisten der jungen Sportler sehr
bald vom Fußball- aufs Schlachtfeld und brachte jeden zivilen
Sportbetrieb zum Erliegen. Doch unmittelbar nach dem Ende des Krieges bildete sich eine neue Fußballgruppe in Mahlsdorf, die 1919 bereits, wie in der Chronik nachzulesen, über eine beachtenswerte Mannschaft verfügte. Der Wettkampfbetrieb wurde aber noch über Jahre hinaus durch das Fehlen eines richtigen Sportplatzes behindert. Auch der in der Weimarer Zeit nun auch den Arbeitersportlern zur Verfügung stehende Schulsportplatz zwischen Fritz-Reuter- und Pestalozzistraße war viel zu klein. Als dann zu Beginn der 20er Jahre der Verein in Mahlsdorf-Nord die Fläche für einen großen Sportplatz erhielt, musste auch daraus erst ein bespielbarer Platz gestaltet werden. Nachdem im Jahre 1923 der Fußballclub Adler Mahlsdorf gegründet worden war, schlossen sich die Eintracht-Fußballer in der Mehrheit diesem Verein an und spielten die nächsten Jahre unter den Farben schwarz-gelb. Die Errichtung der Nazidiktatur in Deutschland im Jahre 1933 bedeutete das Ende des Arbeitersports im ganzen Land. 1938 wurde auch der FC Adler aufgelöst und viele Mahlsdorfer Fußballer hörten mit dem aktiven Sport auf bzw. suchten ihre weitere sportliche Betätigung in anderen Vereinen. Natürlich "knödelten" auf unserem Sportplatz auch in den Jahren zwischen 1933 und 1943 Schüler- und Hitlerjugend - Mannschaften herum, und die Mahlsdorfer Eintracht-Sportler ließen auf ihren Wanderungen den Ball gewiss nicht zu Hause, bis der 2. Weltkrieg jedes sportliche Leben erdrosselte. |